Weniger ist oftmals mehr – gerade bei der Videoproduktion!

Weniger ist oftmals mehr – gerade bei der Videoproduktion!

In der heutigen Medienwelt werden die Nutzer rund um die Uhr mit Informationen versorgt. Jeder teilt sich seiner Umwelt mit. Überall warten zig tausende Neuigkeiten auf einen.

Doch wer soll diese gigantische Informationsfülle aufnehmen oder gar verarbeiten? Eins ist sicher: Das schafft niemand!

Es steht außer Frage, die User wollen Informationen. Aber sie suchen ganz genau aus, welche sie überhaupt brauchen. Nur die wichtigsten und interessant verpackten schaffen es vom User gelesen oder angesehen zu werden. Die restlichen bleiben ungeachtet.

Keiner liest sich mehr seitenlange Berichte durch oder schaut sich ellenlange Videos an. Langeweile ist gerade für die Digital Natives ein No-Go. Die schnelllebige Welt im Internet ermöglicht ihnen aus vielen Angeboten, nur die interessantesten heraus zu filtern. Scheint eine Information, einen zu ermüden, klickt man diese einfach weg und sucht sich eine neue.

Daher müssen Unternehmen diese IST-Situation auf dem Schirm haben. Gerade wenn sie sich oder ihre Produkte in Videos darstellen wollen, neigen viele dazu, den Kunden mit jeglichen Informationen  zu zuschütten. Aber so fünf Minuten Berichterstattung sind doch okay, oder?

Die Antwort lautet: Nein!

Eine Untersuchung ergab, dass rund 90 Prozent der User im Web ein Video bis zu den ersten zehn Sekunden anschauen. Nach 20 Sekunden sinkt die Quote auf ca. 80 Prozent und nach einer halben Minute sehen lediglich ca. 66 Prozent der User sich das Video noch an. Und diese Abwärtsbewegung setzt sich fort: nach einer Minute sind es noch ca. 46 Prozent, nach zwei Minuten ca. 23 Prozent und nach drei Minuten ist die Angabe von ca. 16 Prozent schon gar nicht mehr nennenswert.

Quelle: Learn2Use

Daraus lässt sich klar erkennen, dass Videos kreativ, informativ und unterhaltenswert gestaltet werden müssen. Der Zuschauer muss mit Start der ersten Sekunde neugierig auf den Inhalt werden. Nur dann schaut er sich diesen an.

Das Ziel muss lauten: Gewinne die Aufmerksamkeit des Nutzers und begeistere ihn vom Unternehmen oder Produkt!

Dass der Trend zu immer kürzeren Videos geht, leben die Apps Vine und Instagram vor. In Vine haben die User die Möglichkeit, sechs Sekunden lange Videos in das Portal einzustellen. Instagram-Bloggern werden Videospielzeiten von 15 Sekunden eingeräumt. In diesen wenigen Sekunden muss der Zuschauer vom Erzählten gefesselt werden.

Natürlich können Imagefilme, Recruiting Videos oder Eventvideos nicht nur 15 Sekunden lang sein. Da dürfen es gerne 90 bis 150 Sekunden sein. Aber bitte nicht sehr viel mehr. Frei nach dem Grundsatz: In der Kürze liegt die Würze!

Aber was heißt das jetzt für Unternehmen, die Videos produzieren lassen?

Auf jeden Fall muss zuerst festgelegt werden, wen man mit dem Video erreichen möchte und in welcher Weise. Gerade Videos sind das optimale Medium, viele Informationen in kurzer Zeit zu vermitteln. Kein anderes kann sonst Text und Bild in einem vereinen.

Welcher Aspekt nicht vergessen werden darf, ist die Suchmaschine. Für ein gutes Ranking in ihrer Trefferliste ist es besser, wenn ein Video nur ein Themenschwerpunkt hat. Daher lieber mehrere kurze Videos online stellen, die alle nur ein Thema als Inhalt haben, als ein langes mit vielen verschiedenen Themen. Auch der Zuschauer wird es dem Unternehmen danken. Er kann nämlich dann entscheiden, welcher Inhalt für ihn in Frage kommt und was er sich gerne anschauen möchte. Und ist er erst einmal von einem Video begeistert, wird er auch die anderen aufrufen.

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